Ionenstrahlhärten

Oberflächenhärtung von Schneidwerkzeugen

Qualitätsminderung und Stillstandzeiten infolge auftretenden Verschleißes an den Schneidkanten von Werkzeugen können zu erheblichen Kosten und Lieferschwierigkeiten führen. Insbesondere bei der Bearbeitung von Kunststoffen, Lebensmitteln, Papier sowie in der Medizintechnik kann durch Ionenstrahlhärten (engl. Ion Beam Hardening) der Verschleiß reduziert werden. Standzeitverlängerungen von 300-800% konnten in den verschiedenen An­wendungsbereichen realisiert werden. Dieses Oberflächenveredelungsverfahren verläuft bei sehr niedrigen Temperaturen (<150oC) und ermöglicht, daß die Werkstoffoberflä­chen bereits im geschliffenen Zustand und ohne zusätzliche Nachbehandlung gehärtet werden können. Ein kontinuierlicher Ionenbeschuß führt zur Bildung harter, verschleißfester nitridischer und karbidischer Phasen. Aufgrund des Ionenstrahl­härtens findet im Vergleich zur Abscheidung von Hartstoffschichten keine Kantenverrun­dung statt. Ein Nachschleifen der Schneid­kanten ist jederzeit möglich. Bei der Ionenstrahlhärtung handelt es sich um ein umweltfreundliches, zukunfts­weisen­des Hoch-tech­nologieverfahren.

Einsatzmöglichkeiten

  • Kunststoffindustrie
  • Papierverarbeitung
  • Verpackungstechnik
  • Lebensmittelindustrie
  • Textilindustrie
  • Medizintechnik

Vorteile

  • erhöhte Oberflächenhärte
  • niedrigere Reibwerte
  • absolute Maßhaltigkeit
  • keine Kantenverrundung
  • geringere Temperaturbelastung, keine Nachbehandlung erforderlich
  • umweltfreundliche Verfahrenstechnik
  • Nachschleifen der Werkzeuge möglich

Werkstoffdaten

  • Grundmaterialien:     Stahl, Edelstahl, Hartmetall
  • Schneidenlänge:      bis 500 mm