Hartstoffschichten

Hartstoffschichten werden heute in vielen unterschiedlichen Arbeitsbereichen eingesetzt. Beispielsweise können durch die Beschichtung von Bohrern und zerspanenden Werkzeugen mit Titannitrid u.a. erhebliche Standzeitverlängerungen erzielt werden.
Der Einsatz von Hartstoffschichten erfolgt vor allem zur Verringerung von Reibung und Verschleiß. So lassen sich z.B. die Einsatzzeiten von Werkzeugen und Bauteilen verlängern oder Notlaufeigenschaften verbessern. Weitere Anwendungsgebiete sind Korrosionsschutz und dekorative Beschichtungen.
Die interessantesten Schichtsysteme sind Nitride und Karbide der Übergangs­elemente (Titan, Chrom) sowie in zunehmendem Maße diamantähnliche Kohlenstoffschichten (DLC).
Wesentliche Eigenschaften der wichtigsten Hartstoffsysteme sind in der Tabelle auf der Rückseite dieses Blattes zusammengestellt.
Die Abscheidung dieser Schichtsysteme erfolgt mit modernen physikalischen Vaku­um­beschich­tungsverfahren (engl. Physical Vapor Deposition, PVD) und erlaubt es, die gewünschte Oberflächenqualität zu erzeugen. Wegen der umweltfreundlichen Verfahrens­technik werden die Vakuum- und Dünnschichttechnologien zunehmend angewendet.

Einsatzmöglichkeiten:

  • Maschinenbau
  • Werkzeugbau
  • Medizintechnik
  • Luft- und Raumfahrt
  • Chemie
  • Schutzschichten für Optik
  • Elektrotechnik/Elektronik
  • Sonderanwendungen

Vorteile:

  • umweltfreundliche Verfahrenstechnik
  • sehr harte und verschleißfeste Schichten
  • gute Gleitreibungseigenschaften
  • korrosions- und hitzebeständig
  • Materialeinsparung (reduzierter Kühl- und Schmiermittelbedarf)
  • physiologisch und lebensmittelhygienisch unbedenklich

Werkstoffdaten: Grundmaterialien sind  Metall, Keramik, Glas, Kunststoffe

Abmessungen: bis 500 x 500 mm2